Kurz gesagt
- Ein Solarkataster für ganz Niedersachsen gibt es nicht (Stand 29.10.2026). Die Landkreise und Städte betreiben eigene – für Lüneburg ist es das Klimaportal des Landkreises.
- Für 22 der 30 Kreise und kreisfreien Städte in unserem Einsatzgebiet gibt es ein Kataster – 15 verschiedene, alle verlinkt und geprüft. Hamburg und Schleswig-Holstein haben je eins für das ganze Land.
- Das Kataster zeigt, wie viel Sonne auf jede Dachfläche fällt und wie viel Leistung darauf passt – berechnet aus Vermessungsdaten, nicht bei einem Besuch an Ihrem Haus.
- „Bedingt geeignet“ heißt nicht ungeeignet: Ost-West-Dächer bringen in Lüneburg je kWp rund 83 % des Südertrags. Im Landkreis Lüneburg sind 22 % der Dachanlagen so ausgerichtet.
- Zustand und Statik des Dachs, neue Bäume, den Zählerschrank und den Denkmalschutz kennt das Kataster nicht. Das klären wir beim Termin vor Ort.
Gibt es ein Solarkataster für Niedersachsen?
Nein – anders als Schleswig-Holstein oder Brandenburg hat Niedersachsen kein landesweites Solarkataster, in dem jedes Dach erfasst ist. Wer „Solarkataster Niedersachsen“ sucht, landet deshalb bei den Angeboten der Landkreise, Städte und Regionalverbände. Die Kataster sehen sich ähnlich, stammen aber von verschiedenen Anbietern, nutzen unterschiedliche Farbskalen und sind unterschiedlich alt.
Für unser Einsatzgebiet rund um Vastorf haben wir jedes Kataster aufgerufen und den Link geprüft (zuletzt am 29.10.2026). In 12 der 15 niedersächsischen Kreise, die zu unserem Gebiet gehören, gibt es eins – im Landkreis Uelzen nur für das Stadtgebiet.
Solarkataster für Lüneburg: das Klimaportal des Landkreises
Im Landkreis Lüneburg finden Sie das Solarkataster im Klimaportal des Landkreises. Es gilt für die Hansestadt Lüneburg und alle Samtgemeinden und Gemeinden im Kreis – auch für Vastorf, wo wir zu Hause sind. Neben dem Solar- und Gründachkataster enthält das Portal:
- eine Karte, ob sich das Grundstück für Erdwärmesonden oder -kollektoren eignet,
- einen Wirtschaftlichkeitsrechner für die Investition,
- das Wärmekataster, das der Landkreis für die kommunale Wärmeplanung nutzt.
Fragen zum Portal beantwortet das Klimaschutzmanagement des Landkreises. Auch die Stadt Bleckede verweist ihre Bürgerinnen und Bürger für die Solar- und Gründach-Eignung auf das Kreisportal.
Alle Solarkataster rund um Lüneburg
Unser Einsatzgebiet reicht 100 km um Vastorf – von Hamburg und Lübeck bis Celle, Wolfsburg und in die Prignitz. Hier gilt welches Kataster:
Ein Klick auf den Kreis führt zu unserer Übersicht mit allen Gemeinden, typischen Anlagengrößen und dem Sonnenertrag vor Ort. Die Kataster der Landkreise Lüneburg, Stade und des Heidekreises laufen auf demselben Kartendienst; falls einer davon nicht lädt, hilft meist ein zweiter Versuch etwas später.
Weitere Solarkataster in Niedersachsen
Auch im übrigen Niedersachsen hat fast jeder Landkreis ein eigenes Kataster. Diese haben wir über die Seiten der Kreise und Städte gefunden und aufgerufen (Stand 29.10.2026):
- Landkreis Hildesheim
- Landkreise Göttingen und Northeim – Solardachkataster Südniedersachsen
- Landkreise Goslar und Wolfenbüttel, Stadt Salzgitter – SolarDachAtlas Großraum Braunschweig
- Landkreis Holzminden – Solarportal Weserbergland
- Landkreis Hameln-Pyrmont – Solarportal Weserbergland
- Landkreis Diepholz
- Landkreis Osterholz
- Landkreis Cuxhaven – die Stadt Cuxhaven hat zusätzlich ein eigenes
- Landkreis Wesermarsch
- Landkreis Oldenburg
- Stadt Oldenburg
- Landkreis Ammerland
- Landkreise Friesland und Wittmund – gemeinsames Kataster
- Stadt Wilhelmshaven
- Landkreis Aurich
- Landkreis Leer
- Landkreis Emsland
- Landkreis Grafschaft Bentheim
- Landkreis Cloppenburg
- Landkreis Vechta
- Landkreis Osnabrück
- Stadt Osnabrück
Für den Landkreis Schaumburg sowie die Städte Delmenhorst und Emden haben wir kein Kataster gefunden, das von der Kommune verlinkt ist und sich öffnen lässt.
So prüfen Sie Ihr Dach im Kataster
- 1
Adresse suchen
Kataster Ihres Kreises öffnen (Tabelle oben) und Straße mit Hausnummer eingeben. Die Karte springt zu Ihrem Haus.
- 2
Dachfläche anklicken
Jede Dachseite ist einzeln eingefärbt. Klicken Sie die Fläche an, die Sie belegen möchten – bei Satteldächern meist beide Seiten nacheinander.
- 3
Werte ablesen
Je nach Kataster sehen Sie die Eignungsstufe, die nutzbare Fläche, die mögliche Leistung in kWp, den erwarteten Stromertrag im Jahr und die Sonneneinstrahlung je m².
- 4
Legende lesen
Ab welchem Wert eine Fläche als „gut“ gilt, legt jedes Kataster selbst fest. Die Legende erklärt die Farben – vergleichen Sie Werte deshalb nur innerhalb desselben Katasters.
- 5
Ergebnis festhalten
Machen Sie einen Screenshot oder notieren Sie Fläche, kWp und Ertrag. Damit lässt sich später ein Angebot gut gegenprüfen.
So lesen Sie das Ergebnis
Ein Solarkataster berechnet für jede Dachfläche, wie viel Sonnenenergie im Jahr auf sie trifft – mit Neigung, Ausrichtung und den Schatten von Nachbarhäusern, Gelände und Bäumen. Grundlage sind in der Regel Laserscan-Befliegungen oder 3D-Gebäudemodelle der Landesvermessung. Zum Einordnen: Auf eine nach Süden geneigte Fläche (35°) in Lüneburg treffen im Jahr rund 1.235 kWh Sonnenenergie je m². Eine Anlage mit 1 kWp erzeugt dort nach Süden rund 989 kWh Strom im Jahr, nach Ost-West rund 817 kWh (PVGIS, Standort Lüneburg).
Viele Kataster werten die Einstrahlung im Verhältnis zum besten möglichen Dach. Ein Süddach landet dann oben, ein Ost- oder Westdach eine Stufe darunter. Das heißt aber nicht, dass sich die Anlage dort nicht lohnt: Je kWp liegt der Ertrag bei rund 83 %, und auf zwei Dachseiten passen meist mehr Module als auf eine. Morgens und abends erzeugt eine Ost-West-Anlage außerdem mehr Strom – dann, wenn im Haushalt viel verbraucht wird.
Wie die Nachbarn bauen, zeigt das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Wir haben alle 11.136 Dachanlagen im Landkreis Lüneburg ausgewertet (Stand 19. Oktober 2026):
Ausrichtung der Dachanlagen im Landkreis Lüneburg
Quelle: Marktstammdatenregister, alle Gebäudesolaranlagen mit Angabe der Hauptausrichtung, Abruf 19. Oktober 2026 (dl-de/by-2-0).
In der ganzen Region im Umkreis von 100 km zeigen 46 % der Dachanlagen genau nach Süden und 23 % nach Osten, Westen oder in beide Richtungen. Mehr als die Hälfte der Anlagen steht also nicht auf einem reinen Süddach – ein Kataster-Ergebnis eine Stufe unter dem Bestwert ist kein Grund, das eigene Dach abzuschreiben.
Was das Solarkataster nicht weiß
Das Kataster ist eine Momentaufnahme aus der Luft. Diese Punkte kann es nicht beurteilen – sie entscheiden aber, ob und wie gebaut wird:
- Datenstand: Bäume wachsen, Nachbarn bauen an. Was nach der Befliegung entstanden ist, fehlt in der Verschattung – umgekehrt kann ein gefällter Baum das Dach heute besser machen.
- Dachzustand und Statik: Ob die Eindeckung noch 25 Jahre hält und der Dachstuhl die Module trägt, sieht man nur am Dach. Steht eine Neueindeckung ohnehin an, lohnt es sich, beides zusammen zu planen.
- Hindernisse im Detail: Dachfenster, Gauben, Schornsteine, Antennen und Randabstände sind oft nur vereinfacht erfasst. Die tatsächliche Modulzahl kann deshalb kleiner oder größer sein.
- Elektrik: Ob der Zählerschrank erneuert werden muss und wo Wechselrichter und Speicher Platz finden, gehört zu jeder Planung.
- Denkmalschutz: An einem Baudenkmal – etwa in der Lüneburger Altstadt – braucht eine Solaranlage in der Regel eine denkmalrechtliche Genehmigung. Das Kataster zeigt das meist nicht an.
Genau diese Punkte prüfen wir beim Termin vor Ort. Danach bekommen Sie ein genaues Angebot mit Modulplan – kostenlos und unverbindlich.
Kein Kataster für Ihren Ort? So geht es trotzdem
In den Landkreisen Harburg, Lüchow-Dannenberg und Nienburg (Weser), im Landkreis Uelzen außerhalb der Stadt, in Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg sowie in der Altmark und der Börde haben wir kein Solarkataster gefunden. Eine erste Ertragsabschätzung ohne Kataster bekommen Sie so:
- PVGIS, das kostenlose Werkzeug der EU-Kommission: Standort auf der Karte wählen, Neigung und Ausrichtung eintragen, Jahresertrag ablesen.
- Unsere Ortsseiten: Für jede Gemeinde im Umkreis nennen wir den Sonnenertrag nach PVGIS, die typische Anlagengröße und die Ausrichtung der Anlagen vor Ort – zum Beispiel für Winsen (Luhe), Buchholz in der Nordheide, Bad Bevensen oder Dannenberg (Elbe).
- Der Blick aufs eigene Dach: Wie viele Stunden liegt die Fläche im Sommer in der Sonne? Welche Bäume oder Nachbargebäude werfen Schatten?
Was eine Anlage in der Größe kostet, die das Kataster für Ihr Dach vorschlägt, lesen Sie in unserem Beitrag Was kostet eine PV-Anlage 2026?

Vom Kataster zum Angebot
Ihr Dach ist „geeignet“? Den Rest prüfen wir vor Ort.
Zwei Fragen im Solarrechner, dann melden wir uns für einen Termin. Sie bekommen ein genaues Angebot für Ihr Dach – kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen zum Solarkataster
Gibt es ein Solarkataster für ganz Niedersachsen?
Nein, Stand 29.10.2026 gibt es kein landesweites Solarkataster für Niedersachsen. Landkreise, Städte und Regionalverbände betreiben eigene – im Landkreis Lüneburg ist es das Klimaportal des Landkreises. Die Übersicht in diesem Beitrag zeigt, welches Kataster für welchen Kreis rund um Lüneburg gilt, und nennt die Kataster im übrigen Niedersachsen.
Welches Solarkataster gilt für Lüneburg?
Für die Hansestadt Lüneburg und alle Gemeinden im Landkreis – von Bleckede bis Amelinghausen – gilt das Solar- und Gründachkataster im Klimaportal des Landkreises Lüneburg. Es zeigt, ob sich ein Dach für Solarenergie oder Begrünung eignet, und enthält außerdem Erdwärme-Eignung, Wärmekataster und einen Wirtschaftlichkeitsrechner.
Kostet das Solarkataster etwas?
Nein. Die Solarkataster der Kreise und Städte sind öffentliche, kostenlose Angebote: Sie suchen Ihre Adresse und klicken die Dachfläche an.
Wie genau ist ein Solarkataster?
Für eine erste Einschätzung gut. Es rechnet mit Neigung, Ausrichtung und Verschattung durch Gebäude, Gelände und Bäume – so, wie sie bei der Datenerhebung waren. Was danach gewachsen oder gebaut wurde, fehlt. Dachfenster, Schornsteine und Randabstände sind oft nur vereinfacht berücksichtigt. Zustand und Statik des Dachs kennt das Kataster nicht.
Lohnt sich ein Dach, das nur „bedingt geeignet“ ist?
Oft ja. Viele Kataster stufen Ost- und Westdächer schlechter ein als Süddächer, obwohl sie gut nutzbar sind: In Lüneburg bringt eine Ost-West-Anlage je kWp rund 83 % des Südertrags (PVGIS), dafür passen auf zwei Dachseiten oft mehr Module. 22 % der Dachanlagen im Landkreis Lüneburg sind nach Osten, Westen oder beiden Seiten ausgerichtet.
Mein Landkreis hat kein Solarkataster – was nun?
Für die Landkreise Harburg und Lüchow-Dannenberg und den Landkreis Uelzen außerhalb der Stadt Uelzen haben wir kein Kataster gefunden. Eine Ertragsabschätzung für Ihren Standort liefert das kostenlose Werkzeug PVGIS der EU-Kommission; auf unseren Ortsseiten finden Sie außerdem den Sonnenertrag für jede Gemeinde. Die genaue Planung machen wir beim Termin vor Ort.
