Kurz gesagt
- Eine PV-Anlage mit 10 kWp kostete 2025/26 im Schnitt rund 14.100 € ohne Speicher (1.410 € je kWp) und rund 18.200 € mit 10-kWh-Speicher – Durchschnitt aus 71 Angeboten, ausgewertet von der Verbraucherzentrale NRW.
- Kleine Anlagen sind je kWp deutlich teurer: bis 6 kWp 2.090 € je kWp, über 16 kWp 1.010 € je kWp.
- Im Raum Lüneburg erzeugt 1 kWp 829 (Ost-West) bis 1.005 kWh (Süd) im Jahr – 10 kWp also 8.300 bis 10.050 kWh.
- Rechnerisch bezahlt ist eine 10-kWp-Anlage nach Süden nach rund 12 Jahren – ohne Strompreissteigerung gerechnet.
- Für Wohnhäuser gilt 0 % Umsatzsteuer. Wer 2026 in Betrieb nimmt, bekommt die feste Einspeisevergütung (7,70 ct je kWh bis 10 kWp) noch für 20 Jahre.
Was kostet eine PV-Anlage pro kWp?
Der wichtigste Maßstab für den Preis ist die Größe der Anlage. Gerüst, Anfahrt, Anmeldung und Elektroarbeiten fallen bei einer kleinen Anlage fast genauso an wie bei einer großen – deshalb sinkt der Preis je Kilowatt-Peak (kWp), je größer die Anlage wird. Die Verbraucherzentrale NRW hat von Januar 2025 bis August 2026 71 Angebote ausgewertet, die ihre Energieberaterinnen und -berater gesichtet haben:
| Anlagengröße | Ø je kWp | Beispiel |
|---|---|---|
| 4 bis 6 kWp | 2.090 € | 5,0 kWp ≈ 10.500 € |
| 6 bis 8 kWp | 1.820 € | 7,0 kWp ≈ 12.700 € |
| 8 bis 9 kWp | 1.520 € | 8,5 kWp ≈ 12.900 € |
| 9 bis 10 kWp | 1.410 € | 9,5 kWp ≈ 13.400 € |
| 10 bis 12 kWp | 1.290 € | 11,0 kWp ≈ 14.200 € |
| 12 bis 14 kWp | 1.240 € | 13,0 kWp ≈ 16.100 € |
| 14 bis 16 kWp | 1.220 € | 15,0 kWp ≈ 18.300 € |
| über 16 kWp | 1.010 € | 20,0 kWp ≈ 20.200 € |
Wichtig: Die Verbraucherzentrale betont, dass die Preise innerhalb jeder Größenklasse stark streuen und die Tabelle keine Preisgarantie ist. Nicht enthalten sind Batteriespeicher und Extras wie eine Notstromversorgung oder eine nötige Erneuerung der Hauselektrik. Ein Angebot, das deutlich über dem Durchschnitt liegt, ist nicht automatisch zu teuer – der Betrieb sollte aber erklären können, warum.
Was kostet eine PV-Anlage mit 10 kWp?
10 kWp sind die Größe, an der sich viele Einfamilienhäuser orientieren – sie braucht rund 50 m² Dachfläche. Für diese Größenklasse lag der Durchschnitt bei 1.410 € je kWp, also bei rund 14.100 €. Ein Speicher mit 10 kWh kostete im Schnitt 410 € je kWh, zusammen rund 4.100 €. Was das am Standort Vastorf bei Lüneburg bringt, zeigt die Rechnung:
| Variante | Preis | Strom im Jahr | 1. Jahr | bezahlt nach |
|---|---|---|---|---|
| Süd, ohne Speicher | 14.100 € | 10.050 kWh | 1.170 € | ~12 Jahren |
| Ost-West, ohne Speicher | 14.100 € | 8.300 kWh | 1.030 € | ~14 Jahren |
| Süd, mit 10-kWh-Speicher | 18.200 € | 10.050 kWh | 1.630 € | ~11 Jahren |
So ist gerechnet: Ertrag nach PVGIS (Süd 35° bzw. Ost-West 15°, 14 % Systemverluste), ein Haushalt mit 4.500 kWh Stromverbrauch, der ohne Speicher rund 30 % und mit Speicher rund 65 % seines Verbrauchs selbst deckt, 37 ct je kWh für gesparten Netzstrom (BDEW, Durchschnitt 2026) und 7,70 ct je kWh für eingespeisten Strom. Steigende Strompreise sind nicht eingerechnet – sie verkürzen die Zeit bis zur Amortisation.
Der Speicher macht die Anlage teurer, erhöht aber die Ersparnis deutlich, weil mehr Solarstrom im Haus bleibt. Ob er sich bei Ihnen lohnt, hängt vor allem davon ab, wie viel Strom Sie abends und nachts brauchen – mit E-Auto oder Wärmepumpe meist eher.
Welche Größe ist typisch? Zahlen aus unserer Region
Wie groß bauen die Nachbarn? Das verrät das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, in dem jede Solaranlage eingetragen sein muss. Wir haben alle 335.817 Solaranlagen in den 928 Gemeinden im Umkreis von 100 km um Vastorf ausgewertet (Stand 19. Oktober 2026). Seit Anfang 2024 sind dort 84.693 Dachanlagen bis 30 kWp ans Netz gegangen; die mittlere Gemeinde baut 10,0 kWp. 46 % der Dachanlagen zeigen genau nach Süden, 23 % nach Osten, Westen oder in beide Richtungen.
Für eine Anlage mit 10,0 kWp lag der Angebotsdurchschnitt bei rund 14.100 €. Allein 2025 sind in der Region 57.818 Solaranlagen neu in Betrieb gegangen – Balkonkraftwerke eingerechnet. So sieht es in den größeren Orten aus:
| Ort | typische Größe | neue Dachanlagen | Ø Preis | Strom/Jahr (Süd) |
|---|---|---|---|---|
| Lüneburg | 9,0 kWp | 1.067 | 13.700 € | 8.900 kWh |
| Hamburg | 9,0 kWp | 10.653 | 13.700 € | 8.800 kWh |
| Lübeck | 9,0 kWp | 1.881 | 13.700 € | 8.950 kWh |
| Uelzen | 10,4 kWp | 604 | 13.400 € | 10.650 kWh |
| Celle | 9,5 kWp | 1.066 | 13.400 € | 9.550 kWh |
| Winsen | 9,8 kWp | 757 | 13.800 € | 9.850 kWh |
| Buchholz in der Nordheide | 9,2 kWp | 892 | 13.000 € | 8.900 kWh |
| Gifhorn | 10,5 kWp | 768 | 13.500 € | 10.750 kWh |
| Wolfsburg | 9,8 kWp | 1.565 | 13.800 € | 10.100 kWh |
| Schwerin | 9,0 kWp | 555 | 13.700 € | 8.900 kWh |
Für jede der 921 Gemeinden in unserem Einsatzgebiet gibt es eine eigene Seite mit typischer Anlagengröße, Preisbeispiel und Sonnenertrag – zum Beispiel Bleckede, Bienenbüttel oder Adendorf. Alle Orte im Überblick.
Was ist im Preis enthalten – und was nicht?
Ein vollständiges Angebot für eine Dachanlage umfasst in der Regel:
- Solarmodule und Wechselrichter, mit Hersteller, Typ und Garantiezeiten
- Unterkonstruktion und Montage, Gerüst bzw. Absturzsicherung
- Gleichstrom- und Wechselstromverkabelung, Überspannungsschutz, Anschluss im Zählerschrank
- Anmeldung beim Netzbetreiber, Eintrag ins Marktstammdatenregister und Inbetriebnahme
Häufig extra kommen: ein Batteriespeicher, eine Wallbox, ein Energiemanagement, eine Notstromfunktion und – bei älteren Häusern – ein neuer Zählerschrank. Gerade der Zählerschrank kann den Preis spürbar verändern; ob er nötig ist, sehen wir beim Termin vor Ort.
Lohnt sich Photovoltaik 2026?
Mit den Zahlen oben hat sich eine durchschnittlich teure 10-kWp-Anlage nach Süden in unserer Region nach rund 12 Jahren bezahlt gemacht – bei einer Lebensdauer, die deutlich darüber liegt. Wer viel Strom tagsüber selbst nutzt, ein E-Auto lädt oder mit einer Wärmepumpe heizt, kommt schneller hin; eine teurere Montage, Verschattung oder ein sehr niedriger Verbrauch verlängern die Zeit.
2026 kommt ein zeitlicher Grund dazu: Für Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, gilt die feste Einspeisevergütung nach EEG 2023 noch für 20 Jahre (7,70 ct je kWh bis 10 kWp bei Teileinspeisung). Für neue Anlagen ab 2027 soll es nach aktuellem Stand keine feste Vergütung über 20 Jahre mehr geben – so fasst es die Verbraucherzentrale (Stand August 2026) zusammen. Was gilt und was sich ändert, halten wir auf unserer Seite Förderung und Einspeisevergütung aktuell.
Mehrwertsteuer: 0 % für Wohnhäuser
Seit 2023 gilt für Photovoltaikanlagen auf oder an Wohngebäuden ein Umsatzsteuersatz von 0 % (§ 12 Abs. 3 Umsatzsteuergesetz) – für Module, Wechselrichter, Speicher und die Montage. Bei Anlagen bis 30 kWp gilt die Voraussetzung als erfüllt. Die Preise oben sind deshalb Endpreise für Privathaushalte.
So vergleichen Sie Angebote
- Preis je kWp ausrechnen und mit der Tabelle oben vergleichen – nicht nur den Gesamtpreis.
- Komponenten mit Hersteller, Typ und Garantie benennen lassen, auch für Unterkonstruktion und Speicher.
- Ertragsprognose prüfen: Wurden Ausrichtung, Neigung und Verschattung Ihres Dachs berücksichtigt?
- Elektroarbeiten: Ist der Anschluss im Zählerschrank enthalten, oder kommt ein neuer Schrank extra dazu?
- Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister: Übernimmt das der Betrieb?
- Termin: Wann ist die Anlage am Netz? Für die feste Vergütung zählt die Inbetriebnahme bis Ende 2026.
Eine ausführliche Checkliste hat die Verbraucherzentrale NRW veröffentlicht.

Ihr Preis
Was kostet die Anlage für Ihr Dach?
Zwei Fragen im Solarrechner, dann bekommen Sie ein genaues Angebot – kostenlos und unverbindlich. Den Preis nennen wir nach einem Termin bei Ihnen, schriftlich und mit allen Positionen.
Häufige Fragen zu den Kosten
Was kostet eine PV-Anlage mit 10 kWp?
Im Durchschnitt der Angebote, die die Verbraucherzentrale NRW von Januar 2025 bis August 2026 ausgewertet hat, kostete eine Anlage dieser Größe 1.410 € je kWp – also rund 14.100 € ohne Speicher und rund 18.200 € mit einem 10-kWh-Speicher. Der genaue Preis hängt von Dach, Komponenten und Elektroarbeiten ab.
Was kostet ein Stromspeicher für die Photovoltaikanlage?
Ein Batteriespeicher mit 10 kWh kostete im Schnitt 410 € je kWh, rund 4.100 € (Verbraucherzentrale NRW, 70 Angebote). Größere Speicher sind je kWh günstiger.
Wann hat sich eine PV-Anlage bezahlt gemacht?
Eine 10-kWp-Anlage nach Süden ist im Raum Lüneburg rechnerisch nach rund 12 Jahren bezahlt – ohne steigende Strompreise und ohne Finanzierung gerechnet. Nach Ost-West sind es rund 14 Jahre, mit Speicher rund 11 Jahre.
Fällt auf eine Photovoltaikanlage Mehrwertsteuer an?
Nein, für Anlagen auf oder an Wohngebäuden gilt seit 2023 ein Umsatzsteuersatz von 0 % (§ 12 Abs. 3 UStG) – für Module, Wechselrichter, Speicher und die Montage. Bei Anlagen bis 30 kWp gilt die Voraussetzung als erfüllt.
Gibt es 2027 noch eine Einspeisevergütung?
Für Anlagen, die bis Ende 2026 in Betrieb gehen, gilt die feste Einspeisevergütung nach EEG 2023 für 20 Jahre. Für neue Anlagen ab 2027 soll es nach aktuellem Stand keine feste Vergütung über 20 Jahre mehr geben (Verbraucherzentrale, Stand August 2026). Den Stand verfolgen wir auf unserer Seite zur Förderung.
Wie viel Strom erzeugt eine PV-Anlage im Raum Lüneburg?
Je kWp rund 829 kWh im Jahr bei Ost-West-Ausrichtung und rund 1.005 kWh nach Süden (PVGIS, Standort Vastorf). Eine 10-kWp-Anlage erzeugt damit etwa 8.300 bis 10.050 kWh im Jahr.
