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Einfamilienhaus mit Klinkerfassade und großer schwarzer PV-Anlage auf dem Satteldach im Abendlicht

Ratgeber · Stand 31. Oktober 2026

PV-Anlage mit 5, 8, 10, 15 oder 20 kWp: Größe, Speicher und Kosten 2026

Welche Größe zu Ihrem Verbrauch passt, wie groß der Speicher sein sollte und was jede Größe kostet – mit Größenrechner und Ertragsdaten für Lüneburg

Kurz gesagt

  • Je größer die Anlage, desto günstiger jedes kWp: von 2.090 € (bis 6 kWp) bis 1.010 € (über 16 kWp) – Durchschnitt aus 71 Angeboten, ausgewertet von der Verbraucherzentrale NRW.
  • Mit Speicher kostet eine Anlage mit 8 kWp rund 17.700 €, mit 15 kWp rund 22.000 € und mit 20 kWp rund 24.900 € – mit einem Speicher in der Größe, die die HTW Berlin für den jeweiligen Haushalt empfiehlt.
  • 1 kWp erzeugt in Lüneburg 817 (Ost-West) bis 989 kWh (Süd) im Jahr. Für 100 % des Jahresverbrauchs reicht: Verbrauch ÷ 989 = kWp.
  • Der Speicher sollte höchstens 1,5 kWh je kWp und je 1.000 kWh Verbrauch groß sein – größer bringt kaum mehr, kostet aber.
  • In unserer Region bauen Haushalte seit 2024 im Mittel 9,7 kWp; ein Viertel baut mehr als 12,5 kWp (Marktstammdatenregister, 77.044 Anlagen).

Größenrechner

Wie viel kWp brauche ich?

Stromverbrauch gesamt
4.500 kWh
pro Jahr
PV für 100 % (Süddach)
4,6 kWp
Ost-West: 5,5 kWp
Dachfläche dafür
ca. 23 m²
Schrägdach, ohne Fenster und Gauben
Speicher höchstens
6,5 kWh
nutzbar, Faustregel der HTW Berlin

„100 %“ heißt: Die Anlage erzeugt übers Jahr so viel Strom, wie Sie verbrauchen – im Sommer mehr, im Winter weniger. Ertrag je kWp in Lüneburg laut PVGIS: 989 kWh nach Süden, 817 kWh nach Ost-West. Ein größeres Dach dürfen Sie ruhig voller belegen – je kWp wird die Anlage dann günstiger.

Passt am ehesten: PV-Anlage mit 5 kWp

5, 8, 10, 15 und 20 kWp im Vergleich

Die Übersicht zeigt für jede Größe einen typischen Haushalt, den Platzbedarf, den Ertrag am Standort Lüneburg und den Preis mit und ohne Speicher. Die Preise sind Durchschnittswerte der Verbraucherzentrale NRW für 2026, der Speicher ist so groß, wie es die HTW Berlin für den jeweiligen Verbrauch höchstens empfiehlt.

Module mit rund 440 Wp, Dachfläche ohne Fenster, Gauben und Randabstände. Endpreise für Wohnhäuser (0 % Umsatzsteuer), ohne neuen Zählerschrank und ohne Wallbox. Den genauen Preis für Ihr Dach nennen wir nach dem Termin vor Ort.

Preis je kWp nach Anlagengröße (ohne Speicher)

bis 6 kWp2.090 €
6–8 kWp1.820 €
8–9 kWp1.520 €
9–10 kWp1.410 €
10–12 kWp1.290 €
12–14 kWp1.240 €
14–16 kWp1.220 €
über 16 kWp1.010 €

Quelle: Verbraucherzentrale, „Was kostet eine Photovoltaikanlage?“ (Stand 28.08.2026) – Auswertung von 71 PV- und 70 Speicherangeboten durch die Verbraucherzentrale NRW, Januar 2025 bis August 2026.

Luftbild einer Wohnstraße mit Klinkerhäusern: kleine, mittlere und große Photovoltaikanlagen auf den Dächern im Vergleich
Klein, mittel, groß: Wie viel aufs Dach passt, entscheiden Fläche, Ausrichtung und Verbrauch.

PV-Anlage 5 kWp mit Speicher

5 kWp passen auf rund 25 m² Dach – etwa 12 Module. Das reicht für einen kleinen Haushalt mit 3.000 kWh: Nach Süden erzeugt die Anlage in Lüneburg rund 4.950 kWh im Jahr, rechnerisch 165 % des Verbrauchs. Ohne Speicher kostete eine Anlage dieser Größe im Schnitt rund 10.500 €, denn kleine Anlagen sind je kWp am teuersten (2.090 €).

Der Speicher sollte hier höchstens 4 kWh groß sein – mit ihm kostet die Anlage rund 12.500 €. Unser Rat: Wenn das Dach mehr hergibt, lohnt sich meist eine größere Anlage mehr als ein großer Speicher. Jedes zusätzliche kWp kostet deutlich weniger als die ersten fünf.

PV-Anlage 8 kWp mit Speicher

8 kWp sind eine typische Größe für Familien ohne E-Auto: rund 19 Module auf etwa 40 m², in Lüneburg nach Süden rund 7.900 kWh im Jahr – mehr als ein Haushalt mit 4.000 kWh verbraucht. Der Durchschnittspreis lag bei 1.820 € je kWp, also rund 14.600 € ohne Speicher.

Auffällig: In den Daten der Verbraucherzentrale war eine Anlage mit 10 kWp im Schnitt nicht teurer als eine mit 8 kWp – rund 14.100 € gegenüber 14.600 €. Ab etwa 8 kWp sinkt der Preis je kWp sprunghaft (1.820 € bis 8 kWp, 1.520 € darüber). Wer Platz auf dem Dach hat, sollte die größere Variante deshalb unbedingt mit anbieten lassen.

Ein Speicher mit 6 kWh hebt den Mittagsstrom für den Abend auf. Mit ihm lag der Preis bei rund 17.700 €. Nach unserer Rechnung ist die Anlage ohne Speicher nach rund 15 Jahren bezahlt, mit Speicher nach rund 13 Jahren.

PV-Anlage 10 kWp

10 kWp sind eine besondere Grenze: Bis hierhin gibt es für eingespeisten Strom die höchste Vergütung (7,70 ct je kWh bei Teileinspeisung, Inbetriebnahme 01.08.–31.12.2026), für den Teil darüber 6,66 ct. Eine 10-kWp-Anlage braucht etwa 50 m² und erzeugt in Lüneburg nach Süden rund 9.900 kWh, nach Ost-West rund 8.150 kWh. Der Durchschnittspreis lag bei rund 14.100 €, mit 6 kWh Speicher bei rund 17.200 €.

Die niedrigere Vergütung über 10 kWp ist kein Grund, kleiner zu bauen: Sie betrifft nur den eingespeisten Strom oberhalb der Grenze, und jedes kWp ist in der nächsten Größenklasse günstiger. Mehr zu Preisen und Amortisation steht in unserem Beitrag Was kostet eine PV-Anlage 2026?

Einfamilienhaus mit großer schwarzer PV-Anlage auf dem Satteldach und Wärmepumpe neben der Hauswand
Mit Wärmepumpe und E-Auto steigt der Verbrauch – dann lohnt es sich, das Dach voll zu belegen.

PV-Anlage 15 kWp mit Speicher

15 kWp brauchen rund 75 m² Dach, also etwa 35 Module – oft beide Seiten eines Satteldachs. In Lüneburg erzeugt die Anlage nach Süden rund 14.850 kWh, nach Ost-West rund 12.250 kWh im Jahr. Das passt zu einer Familie mit E-Auto (6.500 kWh Verbrauch).

Bei 14 bis 16 kWp lag der Durchschnitt bei 1.220 € je kWp – rund 18.300 € ohne Speicher. Die HTW-Faustregel erlaubt hier bis zu 9 kWh Speicher; zusammen kostete das rund 22.000 €. Rechnerisch ist die Anlage nach rund 9 Jahren bezahlt.

15 kWp in Lüneburg: Strom je Monat und Verbrauch

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Balken: Ertrag je Monat (PVGIS, Süd 35°, Standort Lüneburg). Gestrichelt: Verbrauch von 6.500 kWh im Jahr, gleichmäßig verteilt (rund 542 kWh je Monat). Von Februar bis Oktober liefert die Anlage mehr, als das Haus braucht (orange); in den übrigen Monaten nicht. Ein Speicher verschiebt Strom vom Tag in die Nacht – nicht vom Sommer in den Winter.

PV-Anlage 20 kWp mit Speicher

20 kWp sind die Größe für große Dächer und Häuser mit Wärmepumpe und E-Auto. Die Anlage braucht rund 100 m² und etwa 46 Module und erzeugt in Lüneburg nach Süden rund 19.800 kWh im Jahr – genug für einen Verbrauch von 9.000 kWh.

Über 16 kWp lag der Durchschnittspreis bei nur 1.010 € je kWp – rund 20.200 € ohne Speicher. Mit dem passenden Speicher von 13 kWh rund 24.900 €. Auch für 20 kWp gelten auf Wohnhäusern 0 % Umsatzsteuer, und die Einnahmen sind bis 30 kWp je Wohneinheit einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG).

Wie groß sollte der Speicher sein?

Viele Angebote rechnen pauschal mit „1 kWh Speicher je kWp“. Die HTW Berlin hat Speicher systematisch untersucht und empfiehlt drei Faustregeln (Orth, HTW Berlin 2022):

  • Ein Speicher lohnt sich nur, wenn genug Überschuss da ist: mindestens 0,5 kWp PV je 1.000 kWh Jahresverbrauch.
  • Höchstens 1,5 kWh nutzbare Kapazität je kWp PV-Leistung.
  • Höchstens 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch – das entspricht etwa dem Verbrauch in der Nacht.

Maßgeblich ist der kleinere Wert. Bei 10 kWp und 4.000 kWh Verbrauch sind das höchstens 6 kWh, bei 8.000 kWh Verbrauch bis zu 12 kWh. Ein größerer Speicher wird im Alltag selten voll und verlängert nur die Zeit, bis sich die Anlage bezahlt macht. Mit unserem Größenrechner oben sehen Sie die Obergrenze für Ihren Verbrauch.

Batteriespeicher aus vier Modulen und Wechselrichter an der Wand im Hauswirtschaftsraum eines Einfamilienhauses
Viele Speicher bestehen aus Modulen und lassen sich später erweitern – ein Grund, mit der empfohlenen Größe anzufangen.

Welche Größen in unserer Region gebaut werden

Wir haben alle 77.044 Dachanlagen von Haushalten mit 2 bis 30 kWp ausgewertet, die seit Anfang 2024 in den 928 Gemeinden rund um Vastorf in Betrieb gegangen sind (Marktstammdatenregister, Stand 19. Oktober 2026). Die mittlere Anlage hat 9,7 kWp, die Hälfte liegt zwischen 7,0 und 12,5 kWp:

Neue Dachanlagen von Haushalten seit 2024 nach Größe

bis 6 kWp16 %
6 bis 9 kWp27 %
9 bis 11 kWp22 %
11 bis 14 kWp17 %
14 bis 18 kWp10 %
18 bis 25 kWp7 %
25 bis 30 kWp1 %

Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, Gebäudesolaranlagen mit Nutzung „Haushalt“, Inbetriebnahme ab 2024, Abruf 19. Oktober 2026 (dl-de/by-2-0).

18 % der neuen Anlagen haben mehr als 14 kWp. Wie groß die Nachbarn in Ihrem Ort bauen, steht auf unseren Ortsseiten, zum Beispiel für Lüneburg, Adendorf oder Uelzen.

Grenzen, die bei der Größe zählen

  • 10 kWp: Bis hierhin 7,70 ct je kWh Einspeisevergütung (Teileinspeisung), darüber 6,66 ct für den Anteil oberhalb der Grenze.
  • 30 kWp: Bis zu dieser Größe auf Wohnhäusern 0 % Umsatzsteuer (§ 12 Abs. 3 UStG) und Einkommensteuerfreiheit je Wohn- oder Gewerbeeinheit (§ 3 Nr. 72 EStG).
  • Ohne intelligentes Messsystem: Neue Anlagen dürfen höchstens 60 % ihrer Leistung einspeisen, bis ein Smart Meter mit Steuerung eingebaut ist (§ 9 Abs. 2 EEG, Solarspitzengesetz). Wie stark das den Ertrag mindert, hängt von Ausrichtung, Speicher und Eigenverbrauch ab.
  • Inbetriebnahme bis Ende 2026: Nach dem Regierungsentwurf zur EEG-Novelle 2027 (Bundestags-Drucksache 21/7867, Stand 14.10.2026 noch nicht beschlossen) soll die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen ab 2027 weitgehend wegfallen. Anlagen, die bis zum 31.12.2026 in Betrieb gehen, erhalten nach geltendem Recht 20 Jahre lang die Vergütung nach EEG 2023.

Mehr zu Vergütung, Steuern und Zuschüssen steht auf unserer Seite Förderung und Einspeisevergütung.

Solarteur von Solar Kammer montiert Solarmodule auf dem Dach eines Einfamilienhauses

Ihre Größe

Welche Größe passt auf Ihr Dach?

Wir sehen uns Dach, Zählerschrank und Verbrauch an und planen die Anlage mit Modulplan. Danach bekommen Sie ein genaues Angebot – kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen zur Anlagengröße

Wie viel kWp brauche ich?

Teilen Sie Ihren Jahresstromverbrauch durch den Ertrag je kWp: In Lüneburg sind das rund 989 kWh nach Süden und 817 kWh nach Ost-West (PVGIS). Ein Haushalt mit 4.500 kWh braucht für 100 % seines Jahresverbrauchs also rund 4,6 kWp nach Süden. Mit E-Auto oder Wärmepumpe entsprechend mehr – und ein größeres Dach darf voller belegt werden, weil jedes kWp dann günstiger wird.

Wie groß sollte der Stromspeicher sein?

Die HTW Berlin empfiehlt, die nutzbare Speicherkapazität auf höchstens 1,5 kWh je kWp PV-Leistung und höchstens 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch zu begrenzen – maßgeblich ist der kleinere Wert. Ein Speicher lohnt sich erst, wenn die PV-Anlage mindestens 0,5 kWp je 1.000 kWh Verbrauch hat. Bei 10 kWp und 4.000 kWh Verbrauch sind das höchstens 6 kWh.

Was kostet eine PV-Anlage mit 15 kWp und Speicher?

Im Durchschnitt der von der Verbraucherzentrale NRW ausgewerteten Angebote kostete eine 15-kWp-Anlage 1.220 € je kWp, also rund 18.300 €. Mit einem 9-kWh-Speicher kommen rund 3.700 € dazu – zusammen rund 22.000 €.

Was kostet eine PV-Anlage mit 20 kWp und Speicher?

Über 16 kWp lag der Durchschnitt bei 1.010 € je kWp – für 20 kWp rund 20.200 €. Mit 13 kWh Speicher rund 24.900 €. In Lüneburg erzeugt eine solche Anlage nach Süden rund 19.800 kWh im Jahr.

Wie viel Platz braucht eine PV-Anlage mit 10, 15 oder 20 kWp?

Auf einem Schrägdach rund 5 m² je kWp: 10 kWp brauchen etwa 50 m², 15 kWp etwa 75 m² und 20 kWp etwa 100 m² freie Dachfläche. Auf dem Flachdach mit aufgeständerten Modulen sind es rund 7,5 m² je kWp.

Lohnt sich eine PV-Anlage über 10 kWp?

Ja, meist sogar besonders: Der Preis je kWp sinkt mit der Größe deutlich (bis 6 kWp 2.090 €, über 16 kWp 1.010 € je kWp). Für den Teil über 10 kWp gibt es bei Teileinspeisung 6,66 statt 7,70 ct je kWh. Bis 30 kWp gelten 0 % Umsatzsteuer und die Einkommensteuerbefreiung.

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